THURAYA: Flexible LösungenWas ist THURAYA?

  • [[THURAYA]] ist ein Satelliten-Telefonnetz, welches in Mitteleuropa, Nordafrika sowie im Nahen und Mittleren Osten unter Verwendung preisgünstiger Handies Verbindungen via "Thuraya" Satellit oder über terrestrische [[GSM]]-Basisstationen ins Festnetz oder auf andere Handies ermöglicht. Ein Gespräch kostet in der Regel etwa Fr. 1.20 pro Minute.
  • Dazu benötigt man keinen Koffer, sondern lediglich ein rund 130 Gramm leichtes Thuraya-Handy (portable phone). Eine Thuraya-Grundausrüstung kostet ab ca. CHF 1'100.- (ca. EURO 750.-) inkl. Akku und Ladegerät (exkl. MWSt).

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Wo und wie funktioniert THURAYA?

  • THURAYA-Satellit im Weltraum (grafische Darstellung)

    Thuraya basiert derzeit auf zwei geosynchronen Hochleistungssatelliten auf der Position 44° Ost (THURAYA 2) sowie 98.5° Ost (THURAYA 3), welche in 36'000km Höhe über dem Aequator stehen (etwa über dem Sudan und über dem indischen Ozean)
  • Bedingt durch diese Satelliten-Technik ist es unbedingt erforderlich, eine freie Sicht zu einem der Thuraya-Satelliten zu haben. Deshalb ist in tiefen Tälern bzw. in bebauten Gebieten ohne freie Sicht nach Süden (bzw. in Richtung des Satelliten) die Versorgung nicht gewährleistet.
  • Die Satelliten "THURAYA" senden bzw. empfangen über je 250-300 verschiedene, digital fokussierbare [[Richtantenne]]n (Spots).
  • Gegen den Rand eines solchen Spots nimmt die Versorgung allmählich ab (z.B. Westafrika, Nordeuropa usw.)
  • HPA (High-Penetration Alerting): Das Thuraya-System beinhaltet eine „High-Penetration Alerting (HPA)“-Funktion, mit der Sie sich über eingehende Anrufe benachrichtigen lassen können, selbst wenn Ihr Mobiltelefon nur ein schlechtes Funksignal hat. Wenn das Mobiltelefon ein HPA-Signal empfängt, benachrichtigt es Sie mit einem „Vorklingeln“ und einer speziellen Textnachricht auf dem Display. Um den Anruf zu beantworten, müssen Sie sofort die Antenne ausziehen und das Mobiltelefon in eine Position versetzen, die direkt und ohne Hindernisse auf den Satelliten ausgerichtet ist. Danach wechselt die Anzeige auf dem Display des Mobiltelefons und Sie werden aufgefordert, den Anruf anzunehmen und das Gespräch zu führen. Wenn der Anruf nicht sofort nach Eingang des HPA-Signals beantwortet wird, wird der Anrufer auf Sprachmail umgeleitet und/oder auf die Ansage Ihres Anrufbeantworters.
  • Grafik: Thuraya Versorgungsgebiete (Zellen / Spots)Genau wie bei GSM ist das Gebiet mit dem Satellitensignal in viele verschiedene Regionen unterteilt. Das Telefon sucht das Netzwerk automatisch und bestimmt, welche Serviceregion aktiv ist, indem es sich beim Thuraya-System registriert. Wenn das Mobiltelefon diese Registrierung wegen eines schlechten Funksignals nicht aktualisieren konnte, wird die Information über die Registrierung ungültig. Das wird auf dem Display durch ein blinkendes SAT-Symbol links vom der Signalstärkeanzeige angezeigt. Diese Anzeige wird automatisch gelöscht, sobald das Signal wieder besser wird und ein Anruf getätigt wird oder eine bestimmte Zeit verstrichen ist.
  • Offiziell sind derzeit 99 Länder über Thuraya zu erreichen
    (→ für grosses Bild anklicken!):
    thuraya_coverage_2008
  • Immer wieder werden wir betreffend der Versorgungsqualität in Südafrika angefragt. Die nachstehende Grafik soll die Situation verdeutlichen:
    thuraya_coverage_south_africa
    Innerhalb der blau umrandeten Zone "Thuraya Coverage" sollte die Versorgung weitgehend problemlos sein, während im mit "Partial Coverage Area" bezeichneten Gebiet nur noch sehr zufällig ein Empfang möglich ist. Generell gilt das bereits weiter oben Gesagte: Es muss ein Sichtkontakt zum Satelliten vorhanden sein, welcher über dem Äquator steht. Zusätzlich muss deshalb auch innerhalb der blauen Zone je nach Geländebeschaffenheit (Täler und Hügel) mit Versorgungslücken gerechnet werden. Im Zweifelsfall und wenn der Verbindung eine hohe Priorität (z.B. im Sinne einer Lebensversicherung) zukommt, sollte deshalb auf das weltweit funktionierende IRIDIUM-Satellitennetz zurückgegriffen werden. Wir empfehlen dies für alle im Grenzgebiet liegenden Länder wie Angola, Zambia, Malawi, Tanzania, Namibia, Botswana, Zimbabwe, Mozambique und selbstverständlich den übrigen Süden Afrikas.

Weshalb arbeitet Thuraya nur regional?

Versorgungsgebiet der THURAYA-Satelliten

Thuraya funktioniert leider nicht weltweit - dafür gibt es als Alternative das Iridium Satellitentelefon System.

  • Da Thuraya derzeit auf nur zwei [[geostationär]]en Satelliten basiert, kann nur ein kleiner Ausschnitt der Erdoberfläche (mit Sichtkontakt zum Satelliten) bedient werden. Das Versorgungsprinzip entspricht demjenigen eines TV-Satelliten (z.B. Astra).
  • Die einzige, weltweit funktionierende Alternative ist das Iridium-Satellitennetz mit 66 umlaufenden Satelliten.

Wer steckt hinter THURAYA?

  • Thuraya wurde 1997 in den Vereinigten Arabischen Emiraten von einem Konsortium aus führenden Fernmeldeunternehmen und internationalen Investoren gegründet. Aktionäre sind 18 nationale Telekommunikationsgesellschaften (Abu Dhabi, Ägypten, Bahrain, Dubai, Kuwait, Libyen, Marokko, Oman, Qatar, Saudi Arabien, Sudan, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate, Yemen). Weitere Investoren sind die Boeing Satellite Systems, Deutsche Telepost Consulting GmbH und Kapitalgesellschaften aus den Emiraten.
  • Der Auftrag zur Lieferung des schlüsselfertigen Thuraya-Systems wurde an die US-Firma Boeing Satellite Systems (vormals Hughes) erteilt.
  • Am 21. Oktober 2000 wurde mit "Thuraya-1" der schwerste, jemals ins Orbit geschossene, zivile Satellit erfolgreich in eine Erdumlaufbahn gebracht.
  • Die Hauptbodenstation von Thuraya befindet sich in Sarjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Zielgruppe von THURAYA:

Thuraya versorgt alle arabischen Wüstenregionen. Thuraya eignet sich auch hervorragend auf Yachten im Raum Mittelmeer. Wir haben nachstehend einen kleinen Überblick über die wichtigsten Kundensegmente zusammen gestellt:

  • Industrieunternehmen mit regionaler Tätigkeit im Nahen und Mittleren Osten.
  • Expeditionen innerhalb der versorgten Gebiete (z.B. in den Wüstenregionen) als Verbindung zur Aussenwelt.
  • Hochseeschiffe im Raum Mittelmeer, Schwarzes Meer, Rotes Meer, Golf von Arabien (als günstige Alternative/Ergänzung zu [[INMARSAT]])
  • Journalisten, Presseagenturen und Nachrichtenredaktionen für aktuelle Situationsberichte.
  • Reiseveranstalter (Abenteuerreisen, Safaris usw.) zur Sicherheit Ihrer Kunden - speziell in Risikogebieten.

Die Vorteile von THURAYA auf einen Blick:

  • Unabhängigkeit von terrestrischen GSM-Netzen.
  • Gleiches Gerät für "normales" GSM und für Thuraya (mit [[Roaming]] zu den lokalen Netzen.
  • Aeusserst preisgünstige Portabel Phones (Handies), die nur geringfügig grössersind als übliche GSM-Geräte.
  • Datenübertragung im GSM-Standard mit 9'600 Baud.
  • SMS-Versand und SMS-Empfang möglich.
  • Grosse Gesprächskapazität (ca. 13'000 gleichzeitige Gespräche).
  • HighPower-Rufsignal bei einem eingehenden Anruf erreicht auch Handies innerhalb von Gebäuden (für die Entgegennahme des Anrufs muss man sich ins Freie begeben).
  • Beide Thuraya Handgeräte verfügen über einen eingebauten [[Global Positioning System|GPS]]-Empfänger (12 Kanäle) mit [[Tracking|Trackingfunktion]]. Der Standort kann direkt als [[SMS]] über's Telefon weitergemeldet werden.

Die Schwächen von THURAYA:

  • Versorgung nur im erschlossenen Gebiet mit abnehmender Leistungsdichte in den Randzonen.
  • Freie Sicht zu den Satelliten, die über dem Aequator stehen, ist zwingend nötig. Abschattungen durch Berge, Bäume, Häuser usw. in Richtung des Satelliten verunmöglichen eine Verbindung.
  • Versorgung innerhalb von Gebäuden und Fahrzeugen nur mit Aussenantenne bzw. über terrestrisches GSM-Roaming möglich - bzw. nur in Ausnahmefällen, wenn ein Satellit "durch's Fenster schaut". Zu diesem Zweck sind Aussenantennen von uns lieferbar.
  • Bedingt geeignet für die Uebertragung grosser digitaler Datenmengen (Bild-Dateien, formatierter Text usw.), da die Datenrate derzeit nur 9'600 [[Baud]] beträgt. Für die Uebertragung grosser digitaler Datenmengen bietet Ihnen Pulsar-Electronic geeignete INMARSAT-Lösungen an.

Quicklink:
- Vorstellung der früheren und aktuellen THURAYA-Produkte